10 Fakten zum Opel Ampera-e

02.02.2017 - 15:00 Uhr von Jens Dralle
02.02.2017

Ab dem Frühjahr 2017 ist der Opel Ampera-e auch in Deutschland erhältlich – beim Preis wissen wir leider immer noch nichts Genaues. Dafür aber, wie sich das E-Auto fährt und wie es auf der Straße liegt. Diese 10 Punkte sind uns beim Reichweiten-Riesen aus Rüsselsheim aufgefallen.

Opel Ampera-e - Elektro - ab 39.330 Euro Auch wenn die
NEFZ-Reichweite von 520 Kilometern im Realbetrieb eher 400 km
entspricht, hat Opel mit dem Ampera-e ein echtes Pfund abgeliefert.
In Sachen Alltagstauglichkeit steht er einem Kompakten so in fast
nichts nach.
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Opel Ampera-e - Elektro - ab 39.330 Euro Auch wenn die NEFZ-Reichweite von 520 Kilometern im Realbetrieb eher 400 km entspricht, hat Opel mit dem Ampera-e ein echtes Pfund abgeliefert. In Sachen Alltagstauglichkeit steht er einem Kompakten so in fast nichts nach.

© Opel

Das Elektroauto von Opel, der Ampera-e, hat fast so viel Aufsehen erregt wie Elon Musk mit seinen Teslas. Weil sich hier ähnlich große Reichweite wie bei den sehr teuren Elektroautos aus Amerika mit der Erwartung volkstümlicher Preise der Marke Opel kombinieren. Bei der Reichweite lässt sich nach der ersten Probefahrt zumindest erkennen, dass die Opel-Angaben realistisch sein könnten.

Zehn interessante Dinge, die man nur beim Fahren bemerken kann:

  • Das üppige Platzangebot. Für ein 4,12 Meter langen Kompaktwagen ist es nicht selbstverständlich, das zwei über 1,90 Meter große Mitfahrer bequem hintereinander sitzen können.
  • Die dünnen Sitze. Sie könnten noch bequemer sitzen, wenn die Sitze etwas besser wären. Dabei sind es noch nicht einmal die extradünnen Lehnen der Vordersitze (bringt 25 Millimeter mehr Beinfreiheit), die stören, sondern die zu kurze Sitzfläche.
  • Der wüste Antritt. Dass die Lehnen der Sitze recht straff gepolstert sind, ist gut. Ansonsten würde die Insassen bei der Beschleunigung wohl das Sitzgestell in den Rücken drücken. Dabei wirkt der Beschleunigungswert von 7,3 Sekunden für den Sprint von Null auf 100 km/h gar nicht mal so spektakulär.
  • Das hohe Gewicht. Deutlich spektakulärer erscheint da schon die schiere Masse des Opels, die mit Norm-Fahrer am Steuer bei knapp 1,7 Tonnen liegt. Dass 433 Kilogramm dabei auf den Akku entfallen – geschenkt. Dass der Rest allerdings so schwer ist, verwundert schon, denn der Ampera-e wirkt jetzt nicht unbedingt wie aus dem Vollen gefräst.
  • Der riesige Bordmonitor. Der Bildschirm wirkt vielleicht etwas überdimensioniert, bietet aber eine kontrastreiche Darstellung aller Menüs, auch der Kartennavigation des angeschlossen Mobiltelefons (Android, Apple, beides geht).

Bildershow: Probefahrt im Opel Ampera-e

  • Die Reichweite. Während der Fahrt kann man auf dem Bildschirm auch wunderbar beobachten, wann der Strom wohin fließt und wie sich der Akku leert. Nach der ersten Testfahrt mit eingeschalteter Klimaanlage erscheint die Reichweite von 380 Kilometer nach WLTP glaubwürdig.
  • Die Rekuperation. Alltagstauglich ist die Reichweite vor allem, wenn während der Fahrt clever rekuperiert. Das geschieht unter anderem mit einem Paddel hinter der linken Lenkradspeiche, das wie eine Art Handbremse funktioniert. Also lange ziehen, dann bremst’s.
  • Das Gaspedal. Es dauert nicht lange, und man hat sich an die Rekuperation gewöhnt. Und dann nutzt man nur noch das rechte Pedal.
  • Der Federungskomfort. Und wenn man sich dann an das Fahren gewöhnt hat, fällt einem auf, wie herb der Ampera-e federt. Weichere Federn gehen wohl wegen des Gewichts nicht.
  • Die Kommunikation. Eine befriedigende Antwort auf die Frage nach dem Preis liefert Opel nicht. Schließlich liefere man die ersten Autos Ende Juni nach Deutschland. Gut, immerhin wissen wir nun das.
Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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