Grünen-Chefin fordert mehr E-Auto-Anreize

02.02.2017 - 10:22 Uhr
02.02.2017

Grünen-Chefin Simone Peter fordert deutlich mehr Anstrengungen zur Ankurbelung der Nachfrage nach Elektroautos. Das Interesse an der im Juli 2016 eingeführten Kaufprämie für Hybride und Elektroautos ist unterdessen weiterhin gering.

Die Hälfte aller in Norwegen zugelassenen Neuwagen seit
Jahresbeginn waren Elektro- oder Hybridfahrzeuge. "Das ist ein
Meilenstein auf Norwegens Weg hin zu einer Elektrowagen-Flotte",
erklärte der norwegische Umweltminister Vidar Helgesen.
(Symbolfoto)
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Die Hälfte aller in Norwegen zugelassenen Neuwagen seit Jahresbeginn waren Elektro- oder Hybridfahrzeuge. "Das ist ein Meilenstein auf Norwegens Weg hin zu einer Elektrowagen-Flotte", erklärte der norwegische Umweltminister Vidar Helgesen. (Symbolfoto)

 © Hendrik Schmidt - dpa/AFP/Archiv

"Die Mondlandung ist innerhalb von acht Jahren gelungen. Da sollte es möglich sein, innerhalb von dreizehn Jahren, also bis 2030, auf abgasfreie Autos umzusteigen", sagte Grünen-Chefin Simone Peter der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Sie plädiert dafür, neben der staatlichen Kaufprämie zusätzliche Voraussetzungen für den "beherzten Umstieg" auf emissionsfreie Autos zu schaffen, unter anderem durch einen flächendeckenden Ausbau von Ladesäulen.

Das Interesse an der staatlichen Kaufprämie ist weiterhin gering. Nach Angaben des zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) wurden bis Ende Januar lediglich 10.835 Anträge eingereicht - weniger als die Hälfte davon von Privatleuten. Gut 5500 Anträge stammten von Unternehmen, weitere kamen unter anderem von Kommunalbetrieben und Vereinen.

Schwache Nachfrage nach Umweltbonus

Der sogenannte Umweltbonus kann seit dem 2. Juli 2016 beantragt werden. Bekommen können die Prämie Käufer von neuen E-Autos bis zum Listenpreis von 60.000 Euro. Für reine E-Autos gibt es eine Kaufprämie von 4000 Euro, für Hybridfahrzeuge 3000 Euro. Dabei übernimmt der Autobauer die Hälfte, den Rest zahlt der Staat. Insgesamt stehen 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung.

Die Mittel sollen für bis zu 400.000 Fahrzeuge reichen und das Programm bis 2020 laufen. Bei der Vorstellung des Programms im vergangenen Frühjahr ging die Bundesregierung davon aus, dass das Geld auch deutlich schneller aufgebraucht sein könnte. Bleibt das Interesse auf dem bisherigen Niveau, würde es allerdings für gut 20 Jahre reichen.

Quelle: 2017 AFP
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