Kaufberatung Elektro- und Hybrid-Autos

14.07.2017 - 15:00 Uhr von Luca Leicht
14.07.2017

Nach einem Jahr E-Auto-Prämie ist das Angebot förderfähiger Fahrzeuge deutlich gewachsen. In dieser Übersicht finden Sie 26 Stromer und Hybride bis 50.000 Euro.

Audi A3 E-tron - Hybrid - ab 37.900 Euro Auf eine reine
E-Variante verzichtet Audi bisland. Stattdessen ermöglicht der A3
E-tron den Einstieg in die E-Mobilität ohne nennenswerten
Alltagseinbußen. Einen Antrieb teilt er sich mit dem VW Golf
GTE.
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Audi A3 E-tron - Hybrid - ab 37.900 Euro Auf eine reine E-Variante verzichtet Audi bisland. Stattdessen ermöglicht der A3 E-tron den Einstieg in die E-Mobilität ohne nennenswerten Alltagseinbußen. Einen Antrieb teilt er sich mit dem VW Golf GTE.

© Hans-Dieter Seufert

Im Juli 2017 feiert die E-Auto-Prämie, mit der die Politik versucht, alternative Antriebe für die breite Masse attraktiv zu machen, ihren ersten Geburtstag. Zur Erinnerung: Käufer erhalten einen Bonus in Höhe von 3.000 Euro, wenn sie zu einem Plug-in-Hybrid greifen; 4.000 Euro sind es beim Kauf eines reinen Stromers oder eines Brennstoffzellenmodells.

Insgesamt setzt der Bund dafür eine Fördersumme von 1,2 Milliarden Euro an, die zu je 50 Prozent der Staat und die Automobilindustrie übernehmen. Damit wären zwischen 300.000 und 400.000 der sogenannten Umweltboni möglich, die beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragt werden können.

Der erhoffte Aufwind bleibt bislang aus

Davon ist man allerdings noch weit entfernt, ein positiver Absatzeffekt wie bei der Abwrackprämie lässt immer noch auf sich warten. Geht es in diesem Tempo weiter, bleiben bis zum geplanten Förderungsende im Sommer 2019 rund 80 Prozent des veranschlagten Fördertopfs unangetastet. Um dies zu verhindern, haben Politik und Industrie der Reichweitenangst den Kampf angesagt. So haben beide Seiten erklärt, mehrere Hundert Millionen Euro in die Ladesäulen-Infrastruktur stecken zu wollen.

Zudem haben die Hersteller kräftig nachgelegt und bieten aktuell 38 förderfähige Fahrzeuge an, die vom Cityflitzer bis zum Lieferwagen reichen. Außerdem spendierten einige ihren Modellen größere Akkus und damit mehr (Norm-)Reichweite; so die Vorreiter BMW i3 (312 statt 190 Kilometer), Renault Zoe (400 statt 240 Kilometer) und Nissan Leaf (250 statt 199 Kilometer). Daneben legten sie neue Modelle auf, wie den vollelektrischen Opel Ampera-e, der auf eine beachtliche realistische Reichweite von knapp 400 Kilometern kommt, oder den Mini Countryman S E All4, mit dem die Briten ihren ersten und gleichzeitig den günstigsten aller förderfähigen Plug-in-Hybride auf den Markt bringen.

Einzelne Hersteller legen noch was drauf

Dennoch: Vielen Kunden bereitet noch das Thema Batterielebensdauer große Sorgen. Schließlich ist der Akku ein Verschleißteil, das schnell über 8.000 Euro kostet – und ohne ist der Wagen wertlos. Einige Hersteller versuchen daher, die Verbraucher mit Garantien bis zu acht Jahren oder 100.000 Kilometern Laufleistung abzusichern.

Wem das Risiko noch immer zu hoch ist, der kann die Batterie oft auch mieten statt kaufen. Für den Fall, dass diese Anstrengungen noch nicht genügen, werten einige Hersteller den Umweltbonus zusätzlich auf: Bei Renault und Nissan gibt es zum Beispiel insgesamt 5.000 Euro Nachlass auf die Stromer Zoe und Leaf, Mitsubishi verdoppelt den Hybrid-Bonus beim Outlander sogar auf 6.000 Euro.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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