Ab 2019 fährt Porsche in der Formel E

11.04.2018 - 13:00 Uhr von S. Brandenburg
11.04.2018

Die Teilnahme von Porsche an der Formel E wurde nun von der FIA offiziell bestätigt.

Das neue Einheitschassis der Formel E: Gen 2.
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Das neue Einheitschassis der Formel E: Gen 2.

 © Porsche AG

Die Teilnahme von Porsche an der elektrischen Rennserie Formel E ist jetzt besiegelt: Gestern wurde Porsches Bewerbung um einen Platz als Hersteller in der Formel-E-Meisterschaft von der Fédération Internationale de l'Automobile (FIA) akzeptiert. Der Sportwagenhersteller wird Ende 2019 zur 6. Saison bei der E-Rennserie antreten – zeitgleich mit der anvisierten Markteinführung der Serienversion des Elektroauto-Konzepts Mission E.

Fritz Enzinger, bei Porsche als Hauptabteilungsleiter für das Formel-E-Programm zuständig, erklärte, dass sich Porsche bereits freue, sich mit vielen großen Automobilherstellern auf den Rennstrecken der Welt zu messen. Momentan sind die Hersteller Audi, Jaguar, Mahindra, Nio, PSA und Renault neben anderen Unternehmen bei der Formel E vertreten. Renault hat allerdings für nächste Saison seinen Ausstieg aus der elektrischen Rennserie verkündet. Dafür Allianz-Partner Nissan bei der Formel E einsteigen.

"Elektrische Antriebe zentrales Thema bei Porsche"

Bei der Formel E wird das Fahrzeug-Chassis und die Einheitsbatterie gestellt. Alle Antriebskomponenten dagegen müssen von den Herstellern entwickelt werden. Porsche erklärte, bei der Entwicklung der Schlüssel-Technologien eigene Wege gehen und vor allem den Antriebsstrang energieeffizienter gestalten zu wollen. Für die Homologation im kommenden Jahr soll nun die Entwicklung des eigenen elektrischen Antriebsstrangs mit Hochdruck vorangetrieben werden.

„Die Möglichkeiten und die Performance elektrischer Antriebe sind nicht erst seit gestern ein zentrales Thema bei Porsche. Je tiefer die Ingenieure in das Thema vordringen, desto faszinierender werden die Lösungen. Wir können es kaum abwarten, Anfang 2019 unser erstes Fahrzeug zu erhalten und unseren eigenen Antriebsstrang darin zu testen. Der von der Formel-E-Organisation Anfang März in Genf vorgestellte Gen2-Rennwagen ist sehr gelungen“, so Andreas Seidl, der in Porsches Formel-E-Programm für die technische Entwicklung und den Einsatz verantwortlich ist.

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