Audi: alte E-Auto-Akkus für Gabelstapler und Co

07.03.2019 - 12:15 Uhr von S. Brandenburg
07.03.2019

Gebrauchte E-Auto-Akkus können zu stationären Speichern werden - oder Fahrzeuge mit anderem Anforderungsprofil antreiben, wie das Audi derzeit testet.

Second Life im Flurförderfahrzeug. Elektroauto-Akkus können
sinnvoll weiterverwendet werden.
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Second Life im Flurförderfahrzeug. Elektroauto-Akkus können sinnvoll weiterverwendet werden.

 © Audi AG

Audi testet aktuell in seinem Stammwerk in Ingolstadt Einsatzmöglichkeiten für ausgediente Elektrofahrzeug-Batterien: Die Lithium-Ionen-Speicher, die aus Audi e-tron Erprobungsfahrzeugen oder aus den Plug-in-Hybriden wie dem Audi A3 e-tron und dem Audi Q7 e-tron stammen, erhalten ein zweites Leben in Flurförderfahrzeugen (FFZ) wie Gabelstaplern und Zugmaschinen.

Audi ist, wie alle Autohersteller, gesetzlich dazu verpflichtet, die Batteriepakete nach ihrem Einsatz im E-Auto zurückzunehmen. Die Akkus verfügen dann noch i. d. R. über einen großen Teil ihrer ursprünglichen Ladekapazität, sodass sie in anderen Anwendungen weitergenutzt werden können. Laut Audi ist die noch vorhandene Ladekapazität für die Anforderungen von FFZ mehr als ausreichend. Zudem sieht der Hersteller weitere Vorteile.

Audi sieht Millionen-Potenzial in der Zweitnutzung von E-Auto-Akkus

Während bspw. die konventionellen, bis zu zwei Tonnen schweren Blei-Säure-Batterien der Flurförderfahrzeuge durch Mitarbeiter aufwendig ausgebaut werden müssten, um sie aufzuladen, könnten die mit Lithium-Ionen-Batterien ausgerüsteten Fahrzeuge einfach während der regelmäßigen Standzeiten, bspw. in Schichtpausen, direkt an ihren Stellplätzen aufgeladen werden. Audi hat ausgerechnet, dass es ein Einsparungspotenzial in Millionenhöhe gebe, wenn an den weltweit 16 Produktionsstandorten die gesamte FFZ-Flotte auf Lithium-Ionen-Batterien umgerüstet würde.

Peter Kössler, Vorstand Produktion und Logistik der AUDI AG, erklärt: „In jeder Lithium-Ionen-Batterie stecken ein hoher Energieaufwand und wertvolle Ressourcen, die es bestmöglich zu nutzen gilt. So gehört für uns zu einer nachhaltigen Elektromobilitätsstrategie auch ein sinnvolles Second-Use-Konzept für die Energieträger.“

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