Audi e-tron: Jahresproduktion des E-SUV gesenkt

24.04.2019 - 15:00 Uhr von S. Brandenburg
24.04.2019

Die Produktionsprobleme beim Audi e-tron hören scheinbar nicht auf. Einem Bericht zufolge hat Audi die Jahresproduktion gar um fast 20 Prozent gesenkt.

Bei Audi Brussels ist ein Audi e-tron auf dem Weg zur nächsten
Montagestation.
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Bei Audi Brussels ist ein Audi e-tron auf dem Weg zur nächsten Montagestation.

 © Audi AG

Audi hat sein Produktionsziel für den neuen Elektro-SUV e-tron deutlich gesenkt. Nach einem Bericht der Zeitung The Brussels Times sollen 2019 im Brüsseler Audi-Werk über 10.000 e-tron weniger gefertigt werden als eigentlich geplant.

Konkret soll die angepasste Jahresproduktion nun bei 45.242 Audi e-tron liegen. Zudem wurde offenbar beschlossen, den Produktionsstart des Audi e-tron Sportback auf 2020 zu verschieben. Die Gründe liegen dem Bericht zufolge, der sich auf interne Quellen beruft, in den anhaltenden Problemen mit Audis Batterielieferanten LG Chem sowie in einem Streik in der ungarischen Audi-Fabrik Györ, der für einen Engpass bei Motoren sorge. Offiziell bestätigt hat Audi den Bericht nicht.

Wartezeit auf einen Audi e-tron beträgt bis zu 7 Monate

Infolge der Produktionsprobleme soll sich die Wartezeit auf einen neuen Audi e-tron um zwei Monate auf derzeit sechs bis sieben Monate steigern. Über Unstimmigkeiten zwischen Audi und LG Chem wurde bereits im Herbst 2018 berichtet, zuletzt gab es Ende März Meldungen über eine verringerte e-tron-Fertigung. Als Grund wird die Preispolitik von LG Chem vermutet: Audi will die Preiserhöhungen nicht mittragen und dem Zelllieferanten scheint es dank marktbeherrschender Stellung möglich, dies zu sanktionieren.

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