BMW i5: Massentaugliches Crossover ab 2021

08.05.2017 - 11:10 Uhr von Gerd Stegmaier
08.05.2017

Das dritte Elektroauto der i-Reihe von BMW wird wohl eine große Limousine im Format des 5ers. Es soll nicht nur elektrisch, sondern auch autonom fahren. Die Reichweite soll bis zu 750 km betragen.

BMW i5/i6
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BMW i5/i6

BMW-Chef Harald Krüger bestätigte in einem Zeitungsinterview den Start des BMW iNext. Auch der Produktionsstandort steht fest: Krüger sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", der iNext werde in Dingolfing gebaut: "In der Produktion hat Niederbayern in dem Fall die Nase vorn vor dem Silicon Valley".

BMW iNext fährt elektrisch und autonom

Subventionen bezahle der Freistaat Bayern nicht, vielmehr hätten die technische Kompetenz und die Nähe zur Entwicklung des elektrischen Antriebsstrangs den Ausschlag gegeben, so Krüger weiter. Der iNext soll einige Fahrsituationen autonom bewältigen, aber seine Passagiere nicht ohne Fahrereingriff von München über den Brenner nach Italien bringen. Außerdem werde ein BMW immer ein Lenkrad haben, erklärte Krüger laut Interview.

Der BMW-Chef bekräftige außerdem das Ziel, 100.000 Elektroautos und Plug-in-Hybride zu verkaufen. Die i3-Nachfrage sei in Deutschland stark gestiegen und das Angebot an elektrifizierten Modellen werde ausgebaut.

E-Mini kommt 2019

Um bei der Elektromobilität bis 2021 auf nennenswerte Stückzahlen zu kommen, plant BMW Elektroautos auch ohne Karbon-Karosserie. Zunächst kommt 2019 ein elektrisch angetriebenes Modell von Mini. Für 2020 hat BMW dann einen X3 mit Elektro-Antrieb auf Basis der neuen Modellgeneration angekündigt. Auch 3er, 5er und 7er sollen als Elektroversionen kommen.

iNext mit bis zu 750 km Reichweite

„Der iNext wird unseren Führungsanspruch in diesen Technologien belegen“, sagte Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich auto motor und sport. Das Basismodell soll 550 km weit rein elektrisch fahren, gegen Aufpreis gibt es eine leistungsfähigere Batterie mit bis zu 750 km.

Das erste Auto der zweiten E-Auto-Generation von BMW wird voraussichtlich eine viertürige, Coupé-ähnliche Limousine im Format eines BMW 5er. Die Systemleistung wird der heutiger Sechs- und Achtzylindermotoren entsprechen. Die Batteriekapazität liegt bei rund 110 kWh. Die einzelnen Zellen sind mit gut elf Zentimetern Höhe etwas flacher als beim Konkurrenten Mercedes angelegt. Dafür wird es mehr Zellen geben. Die Neuerungen des iNext sollen dann zügig auch in die übrigen Elektromodelle Einzug finden. „Natürlich werden wir auch diese Innovationen dann wieder in alle Architekturen, Produkte und Marken ausrollen“, so Fröhlich.

Wie der iNext, so die Typbezeichnung in Anlehnung an die Jubiläums-Studie BMW Vision Next 100, aussehen könnte, zeigen die Zeichnungen zu einer Patentanmeldung (siehe Bildergalerie), die Ende September 2016 in Japan aufgetaucht sind. Nase und C-Säule erinnern an den i3, die Fronthaube an den i8. Aber der Entwurf wirkt von der Silhouette wie ein 3er GT, ein aufgeblasener i8 oder wie ein langgezogener i3 mit flacherer Heckscheibe. Die Zeichnung zeigt vier vollwertige Türen, die offensichtlich gegenläufig angeschlagen sind und so an das Concept Car BMW Vision Next 100 erinnern.

Als Crossover geht das Modell auf den Zeichnungen allenfalls durch, wenn man ein Tesla Model X zum Vorbild nimmt – aber selbst demgegenüber wirkt dieser BMW gestreckter. Offenbar bietet die längere Karosse auch ohne die Höhe eines SUV genug Bauraum für reichweitenstarke Akkus.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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