China führt weiter bei Batterietechnologie

04.01.2019 - 13:30 Uhr von S. Hellgardt
04.01.2019

Das Fraunhofer-ISI-Institut präsentiert seinen Energiespeicher-Monitoring 2018. Darin wird untersucht, welche Länder Führungspositionen in der Batterietechnologie für Elektromobilität einnehmen.

Wird Europa China im Bereich der Batteriezellproduktion
einholen? Die hiesige Industrie müsste zu diesem Zweck im
100-Milliarden-Euro-Bereich investieren.
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Wird Europa China im Bereich der Batteriezellproduktion einholen? Die hiesige Industrie müsste zu diesem Zweck im 100-Milliarden-Euro-Bereich investieren.

 © via Pixabay

Das zweijährig erscheinenende Monitoring, das Teil des BMBF-Förderprogramms Batterie 2020 ist, zeigt: China ist zwischen 2016 und 2018 zum Leitanbieter für Batterien sowie zum führenden Markt für Batterien und Elektromobilität avanciert. Als Grund dafür wird eine hohe politisch generierte Binnennachfrage in China ausgemacht. Weiterhin wird auf den dortigen Aufbau der kompletten Wertschöpfungskette in Sachen E-Mobilität im eigenen Land verwiesen.

Die Studie zeigt außerdem, dass Deutschland Forschung, Entwicklung und Humankapital deutlich ausbauen muss, um sich im Batteriezellgeschäft langfristig behaupten zu können.

E-Mobilität wird 2025 zum Massenmarkt

Bis etwa zum Jahr 2025 haben Deutschland beziehungsweise Europa laut der Studie noch Zeit, um einen eigenen wettbewerbsfähigen Batteriestandort aufzubauen. Denn auf dieses Jahr datiert das Energiespeicher-Monitoring den sogenannten Tipping Point der E-Mobilität, also jenen Zeitpunkt, zu dem die Branche nicht mehr Nischenmarkt ist, sondern sich als Massenmarkt etabliert haben wird. Bis dahin müsste von der Industrie im 100-Milliarden-Euro-Bereich investiert werden, heißt es weiter.

Die gesamte Untersuchung kann hier gelesen werden.

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