Dacia: Günstiges Elektroauto aus Rumänien?

17.07.2017 - 12:15 Uhr von Lukas Lauterbach
17.07.2017

Die rumänische Renault-Tochter Dacia denkt offenbar über die Elektrifizierung nach. Passend zur Markenstrategie, die aufs Wesentliche reduzierte Autos vorsieht, dürfte der Stromer preislich attraktiv platziert werden.

Der Duster zählt zu den erfolgreichsten Modellen von Dacia. Ein zukünftiges Elektroauto der Rumänen könnte daher ähnlich gestaltet sein.
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Der Duster zählt zu den erfolgreichsten Modellen von Dacia. Ein zukünftiges Elektroauto der Rumänen könnte daher ähnlich gestaltet sein.

 © Renault/Dacia

Die Ankündigung von Frankreichs Umweltminister Nicolas Hulot, ab 2040 nur noch Autos ohne Verbrennungsmotor neu zuzulassen, hat offenbar auch bei der Renault-Tochter Dacia zu neuen Überlegungen geführt. Wie autoevolution.com berichtet, sehen die Rumänen die Zukunft des Autos in elektrisch angetriebenen, vernetzten und autonom fahrenden Fahrzeugen. Man habe Pläne in diese Richtung, zitiert die Zeitung den rumänischen Dacia-Manager Hakim Boutehra.

Anleihen könnten die Designer bei erfolgreichen Konzern-Fahrzeugen wie dem Renault ZOE oder dem Nissan Leaf nehmen, mit dem der künftige Strom-Dacia sich Teile des Antriebsstrangs teilen könnte. Die Firma Dacia ist für günstige Autos ohne besondere Extras oder Luxus-Features bekannt. Entsprechend einfach und dafür günstig dürfte auch ein Elektroauto aus Rumänien sein. 

Ein preislich attraktiv platziertes Dacia-Elektroauto mit alltagstauglicher Reichweite und familienfreundlichen Abmessungen dürfte seine Abnehmer finden. Außerdem wäre die Konkurrenz zum jetzigen Zeitpunkt gering, denn aktuelle Elektroautos sind in der Anschaffung deutlich teurer als vergleichbare Modelle mit Verbrennungsmotor.

Schon 2013 hatte Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn Pläne für elektrifizierte Dacia in Aussicht gestellt: „Wenn die Nachfrage vorhanden ist, werden wir liefern können“.

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