eMobility-Studie: langsamer Umstieg schafft Jobs

19.03.2019 - 13:15 Uhr von S. Brandenburg
19.03.2019

Eine aktuelle Studie skizziert die Auswirkungen auf die Automobilindustrie durch die Elektromobilität am Beispiel Baden-Württembergs.

Aktuell wird viel über die Chancen und Risiken der
Elektromobilität für die Autoindustrie in Deutschland
diskutiert.
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Aktuell wird viel über die Chancen und Risiken der Elektromobilität für die Autoindustrie in Deutschland diskutiert.

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Während die Rufe in Deutschland nach einem schnelleren Umstieg auf die Elektromobilität immer lauter werden, spricht sich eine aktuelle Studie aus Baden-Württemberg für das Gegenteil aus: um eine sozialverträgliche Transformation zu gewährleisten, solle der Verbrennungsmotor als Brückentechnologie weiterhin eine Rolle spielen, so die Studienautoren. 

In Baden-Württemberg stehen besonders viele Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der Automobilindustrie. Durch einen schnellen Systemwandel sieht die von der Landesagentur e-mobil BW herausgegebene "Strukturstudie BWe mobil 2019. Transformation durch Elektromobilität und Perspektiven der Digitalisierung" tausende Jobs gefährdet. Im Rahmen der Untersuchung wurden zwei Szenarien beleuchtet: eine langsame und eine schnelle Marktdurchdringung von Elektroautos.

Gefährdet oder schafft die Elektromobilität Jobs?

Während das erste "business as usual" Szenario von einem langsamen Anstieg auf 15 Prozent E-Neuzulassungen in 2030 ausgeht, der zu einer Schaffung von 8.900 Arbeitsplätzen führen könnte, beschreibt das zweite "progressive" Szenario einen E-Auto-Neuzulassungsanteil von 51 Prozent im Jahr 2030. In diesem Fall würden 30.800 Jobs im Autoland Baden-Württemberg verloren gehen, so die Studienautoren, zu denen neben dem DLR auch das IMU Institut und BridgingIT gehören.

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