Erste Jahresbilanz zur Elektro-Auto-Prämie

10.07.2017 - 15:30 Uhr von Uli Baumann
10.07.2017

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat zum 30. Juni 2017 die erste Jahresbilanz zur Elektroautoprämie vorgelegt. Bislang wurde die Förderung nur 23.024 mal beantragt.

BMW i3: Förderanträge bislang - 3.370
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BMW i3: Förderanträge bislang - 3.370

© BMW

Der große Run auf die Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Modelle ist ausgeblieben. Das ist die nüchterne Bilanz nach einem Jahr Elektroautoförderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Seit Beginn des Förderprogramms am 2. Juli 2016 sind erst 23.024 Anträge für den Umweltbonus bei der Bafa eingegangen. Die Branche rechnet auch weder das Jahr 2017 noch das Jahr 2018 im einem echten Boom bei Elektroautos. Als Gründe für die Zurückhaltung der Kunden werden zu hohe Kosten, eine unzureichende Ladestruktur und zu geringe Reichweiten genannt. Das im Vorfeld der Prämie befürchtete „Elektromobilitätschaos“ hat es bei der Bafa nicht geben, so Bafa-Präsident Arnold Wallraff.

Infografik: China ist das Boom-Land der Elektroautos | Statista

Für reine Elektroautos, die mit 4.000 Euro gefördert werden, wurden nach zwölf Monaten 13.083 Anträge gestellt. Auf Plug-in-Hybrid-Modelle, für die es 3.000 Euro Prämie gibt, entfallen nach der Jahresfrist 9.937 Anträge. Für die besonders exotischen Modelle mit Brennstoffzellenantrieb sind bei der Behörde bislang nur 4 Anträge eingegangen. Die meisten Anträge wurden aus den Bundesländern Bayern (5.147), Baden-Württemberg (4.566) und Nordrhein-Westfalen (4.302) eingereicht. Auf den weiteren Rängen folgen Niedersachsen mit 1.990 Anträgen, Hessen mit 1.876 Anträgen, Rheinland-Pfalz mit 938 Anträgen und Sachsen mit 724 Anträgen.

Bei der Verteilung der Fördergelder haben mittlerweile die Unternehmen die Nase vorn. Während nach einem Jahr Elektroauto-Prämie nur 10.150 Förderprämien an Privatpersonen vergeben wurden, so entfallen auf Unternehmen 12.438 Anträge auf Förderprämien. Die restlichen 436 Anträge auf Förderprämien entfallen auf Vereine, Körperschaften, Stiftungen, Kommunalbetriebe und kommunale Zweckverbände.

Renault Zoe mit höchster Nachfrage

Betrachtet nach Herstellern liegt in den Top 10 derzeit BMW (5.927) vor Renault (3.674) und Audi (3.087). Auf den weiteren Rängen folgen VW (2.420), Mitsubishi (1.556), Smart (1.179), Mercedes (934), Nissan (882), Tesla (756) und Hyundai (668). Die meisten Anträge für die Prämie wurden für den Renault Zoe gestellt. 3.518 Kunden wollten den kleinen Franzosen gefördert haben. Auf den Plätzen folgen der BMW i3 mit 3.149 Anträgen sowie der Audi A3 E-Tron, für den von 3.087 Kunden ein Förderungsantrag gestellt wurde.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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