MAN investiert in Entwicklung moderner LKW-Antriebe

14.11.2017 - 11:45 Uhr von Lukas Lauterbach
14.11.2017

Der Münchener Nutzfahrzeughersteller MAN will bis 2020 1,1 Milliarden Euro in sein Stammwerk in München investieren, unter anderem ins Entwicklungszentrum.

Der Nutzfahrzeughersteller MAN investiert in sein Stammwerk in München, unter anderem ins Entwicklungszentrum.
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Der Nutzfahrzeughersteller MAN investiert in sein Stammwerk in München, unter anderem ins Entwicklungszentrum.

 © MAN Group

„Alternative Antriebe, wie z.B. die Elektromobilität, spielen eine immer wichtigere Rolle im Nutzfahrzeugbau. Gleichzeitig werden unsere sauberen Verbrennungsmotoren noch lange gebraucht – etwa im Fernverkehr. Das bedeutet, dass wir alternative und konventionelle Antriebstechnologien parallel entwickeln. Dazu brauchen wir einerseits die nötigen finanziellen Mittel sowie top-motivierte und ausgebildete Mitarbeiter, andererseits aber schlicht und ergreifend den nötigen Platz. Das neue MAN-Entwicklungszentrum setzt Maßstäbe in diesem Bereich – was die technische Ausstattung und die Auslegung auf moderne Arbeitsweisen angeht“, sagt Joachim Drees, Mitglied des Vorstands von MAN Truck & Bus und MAN SE.

Entwicklungszentrum für moderne Antriebe

Rund 360 Ingenieurinnen und Ingenieure sollen im neuen MAN-Entwicklungszentrum an zukünftigen Lkw und Bussen arbeiten. In dem 33.000 m² großen Gebäude entstehen u.a. Prototypen, die mithilfe sogenannter Rapid-Prototyping-Verfahren wie dem 3D-Druck gefertigt werden. Auf Triebstrangprüfständen können die Elektroantriebe dann getestet werden. Außerdem lassen sich in der Abteilung für Umweltsimulation die Auswirkungen von Wind und Wetter auf unterschiedlichste Bus- und Lkw-Bauteile nachempfinden und ein weiterer Bereich soll das Zusammenspiel unterschiedlicher Steuergeräte untersuchen.

Weiterer Ausbau geplant

Über das Gebäude verteilte Ladepunkte und Schnellladestationen sollen das Aufladen der elektrisch angetriebenen Lkw und Busse schnell und flexibel ermöglichen. Ein weiterer Bauabschnitt ist in Planung und soll nach Fertigstellung des ersten Gebäudeteils gebaut werden. Hauptbestandteil wird ein Rollenprüfstand sein, mit dem die Ingenieure die Geräuscheigenschaften von Antriebsaggregaten und kompletten Fahrzeugen untersuchen können.

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