Ladesäulen-Check 2018 zeigt Mängel auf

18.07.2018 - 00:00 Uhr von C. Milan
18.07.2018

Der Ökostromanbieter Lichtblick hat bereits zum zweiten Mal die Ladeinfrastruktur in Deutschland untersucht. Dabei wurde deutlich, dass der Zugang und die Handhabung noch große Mängel aufweisen.

Die Ergebnisse des großen Ladesäulencheck 2018 im Überblick: In
den meisten Fällen ist der Ladestrom deutlich teurer als an der
Haushaltssteckdose.
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Die Ergebnisse des großen Ladesäulencheck 2018 im Überblick: In den meisten Fällen ist der Ladestrom deutlich teurer als an der Haushaltssteckdose.

 © obs/LichtBlick SE

Der große Ladesäulen-Check 2018 wurde zusammen mit dem Marktforschungsinstitut statista durchgeführt. Untersucht wurden die elf größten Ladesäulen-Betreiber und deren Tarife, Zugangsmöglichkeiten und deren regionale Verteilung. Dabei wurde deutlich, dass der Markt weiterhin von verwirrenden Tarifstrukturen, unterschiedlichen Zugangsvorrausetzungen und nicht einheitlichen Abrechnungsmethoden geprägt ist.

"Die Ladeinfrastruktur ist ein chaotischer Flickenteppich. Regionale Monopolisten diktieren Preise und schaffen ein babylonisches Wirrwarr an Karten, Apps und Bezahlsystemen", erklärt Gero Lücking, Geschäftsführer für Energiewirtschaft bei LichtBlick SE.

Hohe Preise aufgrund regionaler Monopole

Nicht nur Abrechnungs- und Zugangsverfahren sind für die Fahrer von Elektroautos unübersichtlich, auch der Preis für den Ladestrom variiert stark von Anbieter zu Anbieter. Rechnet die Vielzahl der Anbieter Strom an den Ladesäulen deutlich über dem Durchschnittspreis von Haushaltsstrom ab, gibt es durchaus aber auch noch Ausnahmefälle, die ihren Strom kostenfrei oder zumindest günstiger zur Verfügung stellen. Als Beispiele nennt die Studie die Stadtwerke Leipzig und RheinEnergie.

Die hohen Preise erklärt Lichtblick unter anderem durch regionale Monopol-Stellungen. Anbieter wie die Stadtwerke München, welche dort auch Grundversorger und Stromnetzbetreiber sind, betreiben 88% der 188 öffentlichen Ladepunkte im Stadtgebiet selbst.

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