Schulz verlangt verbindliche Elektroauto-Quote

11.08.2017 - 14:45 Uhr von Lukas Lauterbach
11.08.2017

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz fordert eine europaweite verbindliche Quote für Elektroautos. Laut Medienberichten soll sie Teil eines Fünf-Punkte-Plans zur Zukunft des Automobilstandortes Deutschland sein.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz fordert eine verbindliche Elektroauto-Quote in der EU. Außerdem spricht er sich für strengere Kontrollen der Autoindustrie aus.
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SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz fordert eine verbindliche Elektroauto-Quote in der EU. Außerdem spricht er sich für strengere Kontrollen der Autoindustrie aus.

© Maurizio Gambarini - dpa/AFP/Archiv

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will eine verbindliche Elektroauto-Quote für Deutschland. Von der Industrie fordert er Investitionen in eine eigene Batterie- und Zellproduktion in Deutschland, um von ausländischen Herstellern unabhängig zu werden, das berichtet die Süddeutsche Zeitung (Freitagsausgabe). "Die deutsche Autoindustrie muss beim Thema Elektroautos deutlich besser werden", sagte Schulz. Der US-Hersteller Tesla sei hierzulande "viel zu lange belächelt" worden. So eine "Hochnäsigkeit" könne sich die deutsche Autoindustrie nicht länger leisten.

Übersicht: Das sind die beliebtesten Elektroautos in Deutschland >>

Verbunden mit konsequenten Kontrollen der Emissionsgrenzwerte fordert Schulz dem Bericht zufolge gesetzliche Regeln ohne "Interpretationsspielraum": "Wir werden der Industrie deutlich mehr Druck machen". Um gegen "die Schummeltricks der Industrie" vorzugehen schlägt Schulz unter anderem "stichprobenartige Nachkontrollen" des Schadstoffausstoßes im Realbetrieb vor. Bei einem zweiten Dieselgipfel im Herbst solle eine Zwischenbilanz der bislang vereinbarten Maßnahmen gezogen werden. Wenn sich zeige, dass diese nicht ausreichen, "müssen technische Umrüstungen her – natürlich auf Kosten der Hersteller", sagte Schulz.

Deutsche Hersteller legen Umtausch-Aktionen auf

Die deutschen Autohersteller hatten in der vergangenen Woche in Berlin zugesagt, insgesamt fünf Millionen Diesel-Pkw der EU-Normen 5 und 6 per Software-Update nachzurüsten, um den Schadstoffausstoß dieser Fahrzeuge zu senken. Außerdem riefen die Autobauer verschiedene Umstiegs- und Umweltpärmien für Besitzer älterer Diesel-Pkw ins Leben.

Quelle: Material von AFP/stromschnell.de
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