Shell übernimmt Ladenetzwerk NewMotion

13.10.2017 - 12:30 Uhr von Lukas Lauterbach
13.10.2017

Shell hat bekannt gegeben, die Firma NewMotion, einen der größten europäischen Anbieter von Ladelösungen für Elektrofahrzeuge, zu übernehmen. Als 100-prozentige Shell Tochter soll NewMotion sein Geschäft weiterhin eigenständig betreiben.

Das niederländische Mineralöl- und Erdgas-Unternehmen Shell hat den Ladenetzbetreiber NewMotion übernommen. Damit will der Konzern sein Angebot für Fahrer von Elektroautos ausbauen.
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Das niederländische Mineralöl- und Erdgas-Unternehmen Shell hat den Ladenetzbetreiber NewMotion übernommen. Damit will der Konzern sein Angebot für Fahrer von Elektroautos ausbauen.

 © imago/Jan Huebner

„Mit dem Kauf von NewMotion entwickelt Shell die volle Bandbreite von Lademöglichkeiten für batterieelektrische Fahrzeuge: zuhause, bei der Arbeit und unterwegs. Mit diesem Angebot, verbunden mit dem kürzlich angekündigtem Aufbau von Schnellladesäulen an ausgewählten Shell Tankstellen, glauben wir, dass wir die Entwicklung von Elektromobilität unterstützen“, sagt Matthew Tipper, Vice President für Future Fuels bei Shell.

Einer der größten Anbieter von Elektroauto-Ladelösungen

New Motion ist einer der größten Anbieter von Elektroauto-Ladelösungen und außerdem für seine Ladekarte bekannt, mit der an mehr als 50.000 öffentlichen Ladesäulen verschiedener Anbieter in 25, davon 10.000 in Deutschland, Strom bezogen werden kann. Das Unternehmen wird zukünftig vollständig zu Shell gehören, soll sein Geschäft aber weiterhin eigenständig betreiben. Gemeinsam mit Shell sollen zukünftig Synergien aus der Kombination von Services und Produkten genutzt werden, teilt Shell mit. NewMotion zählt 100.000 registrierte Kartenkunden, 39 % davon in Deutschland.

Angebot für Verbrenner und Elektroautos aus einer Hand

Bereits seit Sommer dieses Jahres arbeiten Shell und NewMotion in Deutschland im Tankkarten-Geschäft zusammen. Bei dem Angebot der beiden Unternehmen vereinbart der Kunde über die Shell Card den Vertrag zum Strombezug und erhält dadurch Zugang zur Ladeinfrastrukur von NewMotion. Die Transaktionen werden analog zur Abrechnung fossiler Kraftstoffe über die Tankkarte abgewickelt und in Rechnung gestellt. „Mit diesem Schritt wollen wir gewährleisten, dass wir in Zukunft sowohl Autofahrern mit herkömmlichen als auch mit alternativen Fahrzeugantrieben ein gutes Angebot machen können“, sagt Tipper.

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