Siemens Schnelllader für E-Busse in Dänemark

12.04.2018 - 13:00 Uhr von S. Brandenburg
12.04.2018

Siemens hat einen Großauftrag aus Dänemark erhalten und wird Schnelllader für E-Busse liefern.

Eine Siemens Schnellladestation mit absenkbarem Stromabnehmer
betankt einen Elektrobus in Göteborg, Schweden.
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Eine Siemens Schnellladestation mit absenkbarem Stromabnehmer betankt einen Elektrobus in Göteborg, Schweden.

 © Siemens

Siemens hat einen großen Auftrag aus Dänemark erhalten, der die Errichtung und Betreuung einer Schnellladeinfrastruktur für Elektrobusse des ÖPNV beinhaltet. Mit Movia, der größten Verkehrsbehörde Dänemarks, wurde ein entsprechender Rahmenvertrag geschlossen, erklärte der Technologiekonzern. Konkret geht es bei der Vereinbarung um Siemens Ladestationen mit einem absenkbaren Stromabnehmer.

Laut Siemens ist dieser Vertrag einer der größten Rahmenverträge für das eBus-Geschäft des Unternehmens. Durch den Rahmenvertrag mit der Verkehrsbehörde haben 45 Kommunen, darunter auch die Hauptstadt Kopenhagen Zugriff auf HPC-Schnellladestationen mit einer Leistung von 150kW, 300kW oder 450kW. Nach Angaben von Siemens umfasst der Dreijahresvertrag sowohl die Errichtung, Installation und Inbetriebnahme als auch das Siemens-Fernüberwachungssystem eBus Cloud. Zudem wurde ein Sechsjahres-Servicevertrag vereinbart.

Automatisches Stromtanken

Die mit einem absenkbaren Stromabnehmer ausgerüsteten Siemens E-Bus-Schnellladestationen leiten den Ladevorgang automatisch ein, wenn der Elektrobus den Lademast erreicht und eine Verbindung via W-LAN aufgebaut wurde. Der Ladevorgang startet automatisch, sobald der Bus unter dem Lademast gehalten und durch den Fahrer die Feststellbremse aktiviert wurde – eine manuelle Steuerung des Ladevorgangs ist laut Siemens aber auch möglich. Je nach Haltezeit sind verschiedene Lademodi möglich. Wenn die Feststellbremse vom Fahrer wieder gelöst wird, stoppt der Ladevorgang und der Stromabnehmer wird automatisch nach oben gefahren, um dem E-Bus die Weiterfahrt zu ermöglichen.

Im Rahmen des Mobility-Plans von Movia haben 45 Gemeinden und 2 Regionen von Seeland im Jahr 2017 vereinbart, eine CO2-neutrale Busbeförderung bis 2030 anzustreben. Kopenhagens Ziele gehen noch darüber hinaus: bis 2025 will die dänische Hauptstadt die erste CO2-neutrale Stadt der Welt werden. Kirsten Jensen, Vorsitzende von Movia und Bürgermeisterin von Hilleroed, erklärt: „Movia will klimafreundliche Mobilität zum Vorteil von Städten, Unternehmen und Bürgern bieten. Die Vereinbarung mit Siemens bereitet den Weg für Elektrobusse in ganz Seeland. Sie stärkt damit die Umweltfreundlichkeit des öffentlichen Busverkehrs, für die wir seit Jahren hart arbeiten. Das ist wirklich sehr erfreulich.“

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