Studie analysiert Batteriemarkt für E-Autos

21.12.2018 - 13:30 Uhr von S. Brandenburg
21.12.2018

Das Energiespeicher-Monitoring Fraunhofer ISI zeigt auf, wer im Batteriezellgeschäft die Nase vorn hat.

Der Erfolg der Elektromobilität hängt nicht zuletzt an
leistungsfähigen Batterien. Und die werden derzeit fast
ausschließlich in Asien produziert.
Bild 1 von 1

Der Erfolg der Elektromobilität hängt nicht zuletzt an leistungsfähigen Batterien. Und die werden derzeit fast ausschließlich in Asien produziert.

 © pixabay.com

In seinem Energiespeicher-Monitoring 2018 hat das Fraunhofer ISI untersucht, welche Länder bei Batterietechnologien für elektromobile Anwendungen führend sind. Zudem gibt die Leitanbieter- und Leitmarkt-Studie "Lithium-Ionen-Batterien für die Elektromobilität" auch Empfehlungen, wie Deutschland und Europa bestehende Rückstände aufholen könnte.

Das seit 2014 zweijährig erscheinende Energiespeicher-Monitoring vergleicht mithilfe von 30 Indikatoren zu Kategorien wie Industrie, Marktstrukturen, Nachfrage sowie Forschung und Technologie die Positionierung von China, Deutschland, Frankreich Japan, Südkorea und den USA. Während bei allen Ländern die Dynamik nachgelassen habe, so die Studie, konnte China seine Führungsposition ausbauen.

"Deutschland und Europa muss massiv und schnell in Forschung und Entwicklung investieren"

Um langfristig das Batteriezellgeschäft mitgestalten zu können, müsse Deutschland den Studienautoren zufolge "massiv und schnell" in die produktionsnahe Forschung, Entwicklung und Ausbildung investieren. Dem deutschen bzw. europäischen Batteriestandort geben die Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI nur noch bis etwa 2025 – dem voraussichtlichen Tipping Point der Elektromobilität – Zeit, um eine wettbewerbsfähige Zellfertigung aufzubauen.

Mittelfristig seien Investitionen in Höhe von mindestens zehn Milliarden Euro notwendig, die in die produktionsnahe Forschung und Entwicklung sowie in den Aufbau einer Zellproduktion fließen müssten, um eine langfristig erfolgreiche Positionierung Deutschlands bzw. Europas im Batteriezellgeschäft zu ermöglichen. Langfristig seien Beträge im 100 Milliarden-Euro-Bereich nötig, die größtenteils von der Industrie getragenw erden müssten.

Auch Interessant
Elektroauto-News
Renaults weltweiter E-Auto-Absatz hat im ersten Halbjahr um über 40 Prozent zugelegt.mehr
Focus Online und Bähr & Fess Forecasts haben die aktuelle "Restwertriesen" präsentiert.mehr