Studie analysiert Potenziale der Mikromobilität

01.02.2019 - 13:30 Uhr von S. Brandenburg
01.02.2019

Sind Elektro-Tretroller das Fortbewegungsmittel der Zukunft in den Städten? Zumindest boom die Branche derzeit.

Auch das schwedische Startup VOI will vom prognostizierten Boom
des Micromobility-Marktes profitieren.
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Auch das schwedische Startup VOI will vom prognostizierten Boom des Micromobility-Marktes profitieren.

 © VOI

Neben Elektromobilität und autonomen Fahrzeugen sind auch Sharinglösungen im Bereich Mikromobilität ein großes Zukunftsthema. In der jüngsten Vergangenheit konnten die in diesem Feld tätigen Startups Milliardeninvestitionen verbuchen. In einer aktuellen Studie hat das Consultingunternehmen McKinsey nun die Potenziale dieses neuen Marktes beleuchtet, der eng mit der Elektromobilität verknüft ist.

Der Micromobility-Sharingmarkt wird im Rahmen dieser Studie auch vor dem Hintergrund kritischer Stimmen analysiert, die nach den Grenzen dieses Mobilitätssektors fragen. Allein seit 2015 haben laut McKinsey Micromobility-Startups über 5,7 Milliarden US-Dollar an Investitionen erhalten. Davon entfielen rund 85 Prozent auf China, wo entsprechende Angebote der Studie zufolge bereits von einer größeren Kundenzahl wahrgenommen werden.

Zwischen den Märkten gibt es große Unterschiede

Shared-Mobility-Lösungen wie E-Kickscooter sind den Analysten zufolge ein attraktives Angebo für zahlreiche Menschen – mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung Städten mit mehr als einer Millionen Einwohnern, die in der Regel mit einem übermäßigen Verkehrsaufkommen zu kämpfen haben. Auf Betreiberseite sei die im Vergleich zu größeren und teureren Fahrzeugen kürzere Amortisationszeit interessant.

Die Mikromobilität eigne sich laut Studie für Strecken bis 8 Kilometer, was bis zu 60 Prozent aller mit dem Auto zurückgelegten Strecken in China, Europa und den USA entspricht. Jedoch könnten  Micromobility-Lösungen nur 8 bis 15 Prozent dieses Potenzial ausschöpfen. Das Marktpotenzial im Jahr 2030 sieht die Studie bei 300 Milliarden in den USA, 100 bis 150 Milliarden in Europa und 30 bis 50 Milliarden in China. Verantwortlich für die großen Unterschiede seien im wesentlichen die unterschiedlichen Kilometer-Preis-Politiken in den Regionen – in Europa und China liegen die Preise teils bedeutend niedriger als in den USA.

Die gesamte Studie können Sie hier einsehen.

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