Studie zu Stromnetztauglichkeit für E-Mobilität

01.07.2019 - 16:00 Uhr von S. Hellgardt
01.07.2019

Im Jahr 2020 werden etwa 500.000 elektrisch angetriebene Pkw in Deutschland fahren. Für 2022 hat die Bundesregierung dann etwa eine Million E-Autos eingeplant. 

Gerade im ländlichen Raum ist der Ausbau alternativer
Mobilitätsinfrastrukturen dringend geboten. Das zeigt nun auch eine
aktuelle Studie des Ludwig-Bölkow-Instituts.
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Gerade im ländlichen Raum ist der Ausbau alternativer Mobilitätsinfrastrukturen dringend geboten. Das zeigt nun auch eine aktuelle Studie des Ludwig-Bölkow-Instituts.

 © Nissan

Eine neue Forschung fragt, ob die Stromnetze diese Herausforderung meistern können beziehungsweise an welchen investitiven Stellschrauben noch gedreht werden muss. Gefördert hat die Studie die ADAC-Stiftung, durchgeführt wurde sie zwischen 2017 und 2019 (unter anderem) von der Ludwig-Bölkow-Stiftung.

Sollten sich ergänzen: Wasserstoff und Batterietechnologien

Eines der Hauptergebnisse: Die Brennstoffzelle kann und sollte Batterietechnologien ergänzend zur Seite stehen. Denn Wasserstoff-Tankstellen können dazu beitragen, Engpässe im Stromverteilnetz zu vermeiden. So ließe sich der Hauptausbaubedarf für Stromverteilnetze durch Ausbau und Nutzung von Wasserstoff nach hinten verschieben bzw. verringern.

„In Kleinstädten, den großstädtischen Speckgürteln und im ländlichen Bereich muss mehr investiert werden. Hier wird die Zunahme des Strombedarfs durch Batterie-Pkw noch stärker spürbar sein. Die große Anzahl von Berufspendlern, für die E-Mobilität attraktiv sein dürfte, werden das Netz mehr als bisher in Anspruch nehmen. Zudem sind die Netze in der Peripherie und auf dem flachen Land schwächer ausgebaut, da hier oft die große Anzahl von Betrieben mit großem Tagesstromverbrauch fehlen,“ kommentiert Dr. Werner Zittel von der Ludwig-Bölkow-Stiftung zu den Ergebnissen der Studie.

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