Tesla Model 3: Erste finale Version rollt aus der Produktion

10.07.2017 - 09:30 Uhr von Holger Wittich
10.07.2017

Am Freitag ist die Serienproduktion für Teslas Mainstream-Elektroauto Model 3 angelaufen. Firmen-Chef Musk zeigte auf Twitter nun ein Foto der ersten verkaufsfertigen Version.

So sieht die finale Version des Model 3 aus: Tesla-CEO Elon Musk hat dieses Bild der "SN1" (Seriennummer 1) bei Twitter veröffentlicht.
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So sieht die finale Version des Model 3 aus: Tesla-CEO Elon Musk hat dieses Bild der "SN1" (Seriennummer 1) bei Twitter veröffentlicht.

© Tesla-CEO Elon Musk via Twitter.com

Wie Musk unlängst mitgeteilt hat, sollte das „SN1“ genannte Modell, also das erste Serienfahrzeug, ab Freitag vom Band rollen. Wie es aussieht, liegt der amerikanisch Autobauer im Zeitplan: Die erste verkaufsfertige Version, die direkt an Elon Musk selbst geht, scheint aus der Werkshalle gerollt zu sein - zwei Wochen vor dem eigentlichen Roll-out.

Damit liegt der E-Autobauer im Vergleich zu den starken Verzögerungen bei der Einführung des Model X sehr in der Planung. Die ersten Fahrzeuge werden dann am 28.07. an Kunden ausgeliefert. Aktuell sollen vom Tesla Model 3 rund 400.000 Vorbestellungen vorliegen, entsprechend beträgt die Wartezeit auf den Stromer mehr als ein Jahr. Im Juli werden 30 Fahrzeuge gebaut, dann steigert Tesla langsam die Taktzahl. Im August sollen 100 Model 3 vom Band rollen, im September will Tesla 1.500 Modelle produzieren und im Dezember 2017 dann 20.000 Fahrzeuge monatlich bauen. Für das Jahr 2018 will das Unternehmen 500.000 Einheiten fertigen, aktuelle liegt die Quote bei rund 100.000 Fahrzeugen.

Rückblick zum März 2016: Erstmals campierten weltweit Menschen vor einem Autohaus, um bei der Anzahlung für ein Auto die Nase vorne zu haben. Einem Auto, das bis dato noch niemand gesehen hatte. Den arrivierten Autobauern dürften diese Szene die Tränen in die Augen treiben.

Tesla Model 3 muss ein Erfolg werden

Elon Musk eher nicht. Der charismatische Tesla-Boss spielte mit der Begeisterung der Tesla-Fans, als seien diese ein Musikinstrument. Die Jünger des ersten iPhones kennen das noch vom legendären Steve Jobs. Und so wundert es eben nicht, dass sich pünktlich zu Öffnung der Orderbücher am 31.3.2016 für das neue Tesla Model 3 eben weltweit Schlangen vor den Tesla-Niederlassungen bildeten. First come, first serve.

35.000 US-Dollar soll das Tesla Model 3 kosten

Immerhin haben die Leute nach der Weltpremiere am 31.3.2016 mal eine Idee davon, wofür sie denn da gerade 1.000 Dollar angezahlt haben. Ein gefällig gezeichnetes Mittelklasse-Auto, das sich optisch brav zwischen Model X und Model S einsortiert. Ganz ehrlich: An die neue Nase müssen wir uns gewöhnen. Der Rest war abzusehen. Experimente sind nichts für Leute, die viele Autos verkaufen müssen. Die Preise beginnen bei 35.000 Dollar. Damit liegt das Tesla Model 3 zwar deutlich über dem durchschnittlichen US-Neuwagenpreis von 31.000 US-Dollar, allerdings reduziert sich der Kaufpreis – zumindest in den USA – durch eine Steuergutschrift in Höhe von 7.500 Dollar sowie durch weitere Kaufprämien – zwischen 2.000 und 6.000 Dollar, je nach US-Bundesstaat. Natürlich soll das Model 3 eine Fünf-Sterne-Wertung in allen Sicherheitsbereichen einfahren. Maximal wird es einen Akku mit 75 kWh im Model 3 geben, die Standardversion rollt mit 60 Kilowattstunden an den Start. Und: Alle Model 3 kommen auch mit dem Autopilot-Modus, der die Teslas halbautonom fahren lässt.

Besonderen Wert legte Musk bei der Präsentation auf das riesige Glasdach, dem angeblich größten in der Klasse, und die Tatsache, dass „im Model 3 fünf Erwachsene komfortabel sitzen können! Wir wollen, dass sich die Leute in ihr Auto verlieben und sich darauf freuen es zu fahren“, so Musk.

Hier die neuesten Infos und Daten zum Tesla Model 3:

  • Die Spurtzeit auf 100 km/h liegt bei unter 6 Sekunden
  • Die Reichweite beträgt mehr als 215 Meilen (mehr als 350 Kilometer)
  • Die Aufladung an den Supercharger-Säulen wird Gebühren kosten
  • Der optionale Allradantrieb wird unter 5.000 US-Dollar Aufpreis kosten
  • Der cW-Wert soll bei 0,21 liegen
  • Die Heckklappenöffnung wird in der Serie größer ausfallen
  • Das Kofferraumvolumen wird 397 Liter betragen (US-Angabe)
  • Die mattschwarze Lackierung eines der Premieren-Modelle wird es auch in der Serie geben
  • Die Felgen der Präsentations-Model 3 sind die Serienfelgen
  • Eine Anhängerkupplung gibt es optional

Im Inneren wird es noch Änderungen in der Serienversion geben.

  • Das Lenkrad wird spaciger
  • Kein Head-up-Display, es gibt nur den 15 Zoll großen horizontalen Bildschirm in der Mitte
  • Auf der Rückbank haben 2 bzw. 3 schmale Kindersitze Platz
  • Die Sitze sind voll umklappbar
  • Weniger als 100 Konfigurationen sollen nur möglich sein

Insgesamt soll vom Tesla Model 3 eine sechsstellige Anzahl in den Verkauf gebracht werden. Neben dem Model S und dem SUV Model X plant Tesla übrigens noch ein viertes Modell. In einer Twitternachricht hatte Musk angekündigt, dass es noch ein Model Y geben soll.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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