EU will für mehr E-Busse sorgen

13.02.2019 - 13:00 Uhr von S. Brandenburg
13.02.2019

Die EU hat sich auf verbindliche Anschaffungsziele für E-Busse und andere E-Nutzfahrzeuge geeinigt.

Die EU hat verbindliche Zielvorgaben u. a. für die Anschaffung
von E-Bussen, wie dem Mercedes-Benz eCitaro, durch öffentliche
Unternehmen formuliert.
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Die EU hat verbindliche Zielvorgaben u. a. für die Anschaffung von E-Bussen, wie dem Mercedes-Benz eCitaro, durch öffentliche Unternehmen formuliert.

 © Daimler

Die EU hat sich für mehr Elektrofahrzeuge ausgesprochen und auf verbindliche Ziele bei der Anschaffung von Zero-Emission-Fahrzeugen im öffentlichen Nahverkehr sowie für Behörden geeinigt. Der ÖPNV spielt eine große Rolle, weil rund 75 Prozent der Busse durch die öffentliche Hand angeschafft werden.

Mindestens ein Viertel davon soll bis 2025  "sauber", also mit E-Antrieb, Brennstoffzellenantrieb oder Gasantrieb, unterwegs sein. Bis 2030 sollen es dann mindestens 30 Prozent sein, so die überarbeitete Clean Vehicles Directive. Auch für die einzelnen EU-Länder wurden Beschaffungsziele festgelegt, die je nach Bevölkerungszahl und Bruttoinlandsprodukt zwischen 24 und 45 Prozent bis 2025 sowie 33 und 66 Prozent bis 2030 liegen. Die Hälfte dieser Fahrzeuge soll demnach gänzlich emissionsfrei betrieben sein.

Behörden sollen mehr emissionsarme Nutzfahrzeuge anschaffen

Zudem wurden Ziele für öffentlich eingesetzte Lkw, wie z.B. Müllsammelfahrzeuge, gesetzt. Bis zum Jahr 2025 soll es sich bei 6 bis 10 Prozent dieser Lkw um Low- oder Zero-Emission-Fahrzeuge handeln. Bis 2030 soll dieser Wert auf 7 bis 15 Prozent steigen.

Behörden werden angehalten, bis 2025 bei Transportern und anderen Nutzfahrzeugen einen Low-Emissions-Anteil (weniger als 50 g CO2 / km) von 18,7 bis 38,5 Prozent einzuhalten. Bis 2030 soll dieser Anteil dann für Zero-Emission-Fahrzeuge gelten.

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