200 Millionen Euro für die Förderung von Heimladern

18.08.2017 - 12:45 Uhr von Lukas Lauterbach
18.08.2017

Da die Kaufprämie für Elektroautos wenig nachgefragt wird, könnten die Mittel teilweise verwendet werden, um zusätzlich eine Prämie für die Installation einer Lademöglichkeit zuhause zu zahlen.

Der Ausbau heimischer Lademöglichkeiten für Elektroautos könnte mit bis zu 200 Euro aus dem Fördertopf der Umweltprämie bezuschusst werden.
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Der Ausbau heimischer Lademöglichkeiten für Elektroautos könnte mit bis zu 200 Euro aus dem Fördertopf der Umweltprämie bezuschusst werden.

© Daimler

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hat die Bundesregierung aufgefordert, nicht abgerufenes Geld aus der Kaufprämie für Elektroautos umzuwidmen und in die Förderung von Ladeanschlüssen zu stecken, das berichtet RP Online. "Angesichts der geringen Antragszahlen werden wir die Mittel, die uns für die Elektroauto-Kaufprämie zur Verfügung stehen, bis Mitte 2019 bei Weitem nicht ausschöpfen", sagte Bafa- Chef Andreas Obersteller gegenüber der Zeitung.

Übersicht: Für diese Elektroautos wird die Prämie oft beantragt >>

Für den Kauf eines Elektroautos gibt es 4000 Euro Zuschuss, Hybride werden mit 3000 Euro gefördert. Bund und Hersteller hatten die Umweltprämie aufgelegt, um den Verkauf von Elektroautos anzukurbeln. Finanziert wird sie zu gleichen Teilen von Staat und Wirtschaft. Von den vom Bund zur Verfügung gestellten 600 Millionen Euro hat das Bafa bisher nur einen Bruchteil an die wenigen Antragssteller zugeteilt. Auf Vorschlag des Bundesamts könnten bis zu 200 Millionen Euro in die Förderung der Ladesäulen-Infrastruktur fließen.

Käufer eines Elektroautos könnten neben der Umweltprämie dann zusätzliche Fördergelder erhalten um am heimischen Stellplatz eine Lademöglichkeit einzurichten. Wie hoch der staatliche Zuschuss ausfallen soll und ob sich die Hersteller von Ladetechnik an der Prämie beteiligen, ist noch nicht bekannt.

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