Ford und Volkswagen schmieden Allianz

16.01.2019 - 12:15 Uhr von S. Brandenburg
16.01.2019

Die beiden Autoriesen Volkswagen und Ford arbeiten künftig in der Entwicklung und Produktion eng zusammen.

Volkswagen setzt auf das Pick-up-Knowhow von Ford.
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Volkswagen setzt auf das Pick-up-Knowhow von Ford.

 © Ford

Seit einiger Zeit wird über eine entsprechende Absicht berichtet, nun ist es offiziell: Die beiden großen Fahrzeughersteller Volkswagen und Ford gehen eine Allianz ein. Wie die Unternehmen gestern mitgeteilt haben, wurden nun die ersten konkreten Vereinbarungen im Rahmen der neuen, breit angelegten Allianz getroffen. Perspektivisch könnte sich die  Zusammenarbeit auch auf den Bereich Elektromobilität erstrecken.

VW-Chef Dr. Herbert Diess und Ford-CEO Jim Hackett haben als ersten konkreten Schritt der Zusammenarbeit die geplante Entwicklung von mittelgroßen Pick-ups und Transportern für den globalen Markt ab 2022 bekannt gegeben. Die beiden Autobauer versprechen sich durch die Kooperation vor allem eine Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit.

Ford entwickelt Pickups, VW einen City Van

Zudem wurde eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet, die die Prüfung einer künftigen Zusammenarbeit in den Bereichen Elektrofahrzeuge, autonome Fahrtechnologien sowie bei Mobilitätsdiensten beinhaltet. Nach Aussagen der Unternehmen wurde bereits damit begonnen, entsprechende Möglichkeiten auszuloten, Details wurden allerdings noch nicht bekannt gegeben.

Die beiden Hersteller gehen davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren die Nachfrage nach mittelgroßen Pick-ups und Transportern weltweit ansteigen wird. Im Rahmen der Allianz wird Ford für die Entwicklung und Produktion mittelgroßer Pick-ups zuständig sein, die 2022 auf den Markt kommen sollen, während Volkswagen für die Partner einen City Van entwickeln und herstellen will. Zudem plant Ford für den europäischen Markt die Entwicklung und Produktion von größeren Transportern für beide Unternehmen.

Eine Kapitalverflechtung der beiden Unternehmen sei nicht geplant. Gesteuert werden soll die Allianz über ein gemeinsames Leitungsgremium mit den beiden CEOs Hackett und Diess an der Spitze.

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