Pedelec-Fahrer werden steuerlich benachteiligt

18.08.2017 - 11:45 Uhr von Lukas Lauterbach
18.08.2017

Im Vergleich zu Elektroautos, für die seit Jahresbeginn steuerliche Erleichterungen fürs Laden am Arbeitsplatz gelten, sind Elektrofahrräder benachteiligt. Radfahrer müssen kostenlos bei der Arbeit geladenen Strom als „geldwerten Vorteil“ versteuern.

Wer sein Pedelec kostenlos am Arbeitsplatz aufladen kann, muss den geladenen Strom als "geldwerten Vorteil" versteuern.
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Wer sein Pedelec kostenlos am Arbeitsplatz aufladen kann, muss den geladenen Strom als "geldwerten Vorteil" versteuern.

 © imago/Friedrich Stark

Besitzer von Elektrofahrrädern werden steuerlich schlechter gestellt als die Fahrer von Elektroautos, das berichtet die Wirtschafts Woche. Seit Anfang des Jahres muss Strom, den der Arbeitgeber kostenlos zum Laden eines Elektroautos zur Verfügung stellt, vom Fahrer nicht mehr als geldwerter Vorteil versteuert werden. Für Pedeles gilt diese Ausnahme nicht.

Kostenloser Strom fürs Pedelec muss versteuert werden

Die Zeitung zitiert aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums (BMF) auf eine Anfrage der Grünen: „Elektrofahrräder, deren Motoren lediglich Geschwindigkeiten bis 25 km/h unterstützen, sind keine Elektro-Kraftfahrzeuge im Sinne dieser Vorschrift“, sie werden daher auch nicht steuerlich begünstigt, schreibt Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär im BMF. Die Begünstigung von akkubetriebenen Fahrzeugen sei ein Teil verschiedener Maßnahmen, mit denen die Bundesregierung Anreize für den Kauf von Elektroautos schaffen will. Der Markt für Elektroräder sei hingegen „bereits sehr gut entwickelt“.

Die Grünen sehen Radfahrer durch die E-Mobilitätsförderung der Bundesregierung ausgebremst. Das Laden von Pedelecs am Arbeitsplatz müsse „unbürokratisch“ und „steuerfrei“ sein, sagt der Verkehrspolitiker Matthias Gastel gegenüber der Wirtschafts Woche. Auch „Kaufanreize für E-Lastenräder" wären eine geeignete Maßnahme.

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