EVS Stuttgart: Wohin steuert die Mobilität?

16.10.2017 - 16:30 Uhr von Andreas Haupt
16.10.2017

Wohin steuert die Mobilität? Alles deutet auf elektrifizierte Antriebsstränge hin. Die Hersteller geben Gas, unbekannte Player wittern ihre Chance. Das Electric Vehicle Symposium in Stuttgart gab einen weiteren Ausblick auf die Zukunft.

Das Electric Vehicle Symposium in Stuttgart gab einen Ausblick auf die Zukunft der Mobilität. Die etablierten Hersteller machen Tempo, unbekannte Player wittern ihre Chance.
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Das Electric Vehicle Symposium in Stuttgart gab einen Ausblick auf die Zukunft der Mobilität. Die etablierten Hersteller machen Tempo, unbekannte Player wittern ihre Chance.

© ams

Den Porsche Cayman e-volution haben wir Ihnen bereits vorgestellt. Ein Sportcoupé ohne Mittelmotor, dafür mit einer 38 kWh fassenden Batterie und zwei Elektromotoren und einer Systemleistung von 462 PS. Porsches Forschungsfahrzeug war aber nur eines unter vielen auf dem Electric Vehicle Symposium 2017. Der wissenschaftliche Kongress fand vom 9. bis 11. November auf der Stuttgarter Messe statt.

Hersteller wie Porsche, Mercedes, Renault und Audi stellten ihre elektrifizierten Autos aus. Dazu gesellten sich auf den Ständen bekannte Modelle wie BMW i3 und i8, Tesla Model X und Aston Martin Rapide E. Viel spannender sind auf solchen Ausstellungen aber Exponate kleinerer Firmen oder von Studenten. Projekte, die nicht in den Büros und Hallen der großen automobilen Player entstanden sind. Oder Projekte, die in Deutschland vielleicht noch ein Schattendasein führen sind, dafür in unseren Nachbarländern bekannt sind.

Kyburz eRod: ein Purist mit Elektroantrieb

Kennen Sie Kyburz? Das ist ein Schweizer Unternehmen, das Elektrofahrzeuge herstellt. Personenfahrzeuge, Zustellerfahrzeuge für die Schweizer Post und Nutzfahrzeuge. Und kleine Spaßmaschinen, wie der eRod eine sein soll. Ein puristischer Sportwagen mit einer 17,3 kWh fassenden Lithium-Eisensulfid-Batterie, dessen Elektromotor 45 kW oder 62 PS und 140 Newtonmeter an die Hinterachse schickt. Der Zweisitzer wiegt inklusive Batterie nur 600 Kilogramm und von Kyburz zusammengebaut 47.000 Euro kostet. Für Bastler gibt es den eRod auch in drei Kits. Für 41.000 Euro können Käufer den E-Flitzer selbst aufzubauen.

Elektrifizierte Taxis, Motorräder und Scooter: Die E-Mobilität erfasst alles, was den Menschen bewegt. Ob man es gut findet oder nicht: Was auf dem Electric Vehicle Symposium stand, ist wohl unsere Zukunft. Dazu gehören vermutlich auch elektrifizierte Transporter und Trucks, wie sie die Firma Emoss aus den Niederlanden herstellt. Mit unterschiedlichen Batteriegrößen und verschiedenen Leistungsstufen. 5,935 Meter lang, fast 7,5 Tonnen schwer: Das ist der Fuso eCanter 7C16 e, ein Projekt von Daimler. Sechs Batterien mit je 13,8 kWh spenden dem leichten Lkw den notwendigen Strom, um über 100 Kilometer weit zu kommen.

Vergangenheit trifft Zukunft: So kann man den orangen VW T2 umschreiben, der auf dem Kongress stand. Ein Elektro-Bulli, der nicht nur Energie aufnimmt, sondern sie bei Bedarf auch wieder abgibt. Das und mehr erfahren Sie in unserer großen Fotoshow über das Electric Vehicle Symposium 2017.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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