Parken und laden: Continental zeigt Induktiv-Lösung

07.06.2017 - 12:59 Uhr von Uli Baumann
07.06.2017

Autozulieferer Continental präsentiert auf der IAA erstmalig automatisches kabelloses Laden für Elektroautos. Das System setzt auf eine induktive Ladelösung.

Induktives Laden Continental
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Induktives Laden Continental

 © Continental

Beim Continental-System wird die Ladeenergie kabellos von einer Sendeeinheit am Boden zu einer Empfängerplatte am Fahrzeugunterboden übertragen. Alles, was der Fahrer dazu tun muss, ist sein Fahrzeug über der Bodenplatte zu parken. Dabei hilft ihm eine neue Mikronavigationslösung. Schon während der Annäherung an einen Parkplatz mit induktiver Ladestation läuft automatisch die Anmeldekommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation ab. Eine Mensch-Maschine-Schnittstelle zeigt dem Fahrer, wann die richtige Position erreicht ist und der Ladevorgang beginnt.

Parkzeit wird zur Ladezeit

Sobald ein Fahrzeug, mit dem die drahtlose Anmeldekommunikation erfolgreich war, korrekt geparkt ist, beginnt die Bodenplatte Leistung auszusenden. Die Sendeleistung wird innerhalb von Sekunden stufenförmig hochgefahren. Erkennt das System, dass ein Gegenstand unter das Fahrzeug und zwischen Bodenplatte und Fahrzeugplatte gerät, so wird die Energieübertragung sofort abgeschaltet. Verglichen mit kabelgebundenen Ladestationen erfordert die induktive Technik wenig Platz in der Garage oder im Parkhaus. Die Bodenplatte ist für mindestens bis zu 500 kg Belastung ausgelegt. Sie wird entweder auf dem Boden montiert oder bündig in ihn eingelassen.

Die induktive Ladelösung von Continental bietet bis zu 11 kW Ladeleistung. Damit kann der Fahrer eines Elektroautos pro Minute Ladezeit etwa einen Kilometer Reichweite nachladen.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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