VW I.D. Buzz Cargo (2021)

30.11.2018 - 11:26 Uhr von Torsten Seibt
30.11.2018

VW zeigt mit dem I.D. Buzz Cargo seinen künftigen eTransporter auch auf der L.A. Auto Show. Der Cargo-Buzz benutzt die Plattform der I.D.-Baureihe und wird voraussichtlich in vier Jahren in Serie gehen. Wir haben schon Mal Platz genommen!

I.D. Cargo
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I.D. Cargo

© Jochen Knecht
  • Batterien und Reichweite
  • Sitzprobe

Bei VW stehen alle Zeichen auf I.D., der künftigen Nomenklatur für Elektro-Pkw und Vans. Basierend auf dem neuen Modularen Elektrobaukasten (MEB) sollen zahlreiche Modelle entstehen, die sich eine spezifische Grundplattform teilen. Zentrales Element dabei ist die Bodengruppe mit den integrierten Traktionsbatterien (aus ihr speist sich der E-Motor) , die bei möglichst geringem Platzbedarf einen niedrigen Schwerpunkt bringen sollen.

Zahlreiche Studien hat VW bereits unter dem I.D.-Label vorgestellt, darunter einen Beetle- und einen Phaeton-Nachfolger sowie natürlich das unvermeidliche SUV. Nach dem Kompaktwagen I.D. (kommt 2019) wird dieser aktuell I.D. Crozz getaufte SUV im übernächsten Jahr das zweite Modell der Elektro-Submarke. Danach soll es Schlag auf Schlag gehen, bis 2025 will VW insgesamt 30 verschiedene Elektroautos im Angebot haben. Ein großer Van als Erbe des legendären Bulli und Alternative zum konventionellen VW Bus ist dabei auch gesetzt, die entsprechende Studie I.D. Buzz konnten wir auch bereits fahren.

Reichweite zwischen 450 und 600 Kilometer

Auf ebendieser Studie I.D. Buzz basiert auch der erstmals auf der Nutzfahrzeug-IAA vorgestellte Cargo. Wie heute beim regulären T6 wird es auch beim elektrischen I.D. Buzz eine elegante Pkw-Version und eine robuste Handwerker-Variante geben. Entsprechend ist bei der Studie auch die bereits aus dem I.D. Buzz bekannte Technik zu erwarten: 150 kW Elektromaschine mit Option zu einer zweiten und dadurch möglichen Allradantrieb, dazu zwei wählbare Batteriegrößen von 83 und 111 kWh, was für Reichweiten zwischen 450 und 600 Kilometer gut sein soll.

Für das serienreife Produkt ist das Jahr 2022 angepeilt, was auch das futuristische Cockpit ein bisschen relativiert. Denn dort befindet sich statt eines Lenkrads ein nahezu ovales Steuerelement, das für den autonomen Fahrbetrieb bündig in die Armaturenlandschaft eingefahren wird. Außer ein paar Folientasten im „Lenkrad“ (u.a. zur Getriebesteuerung) sowie ein paar Schaltern für die Klimatisierung ist das restliche Cockpit der Studie praktisch schalterfrei. Alle Funktionsbedienungen werden auf einem hochkant montierten Tablet vorgenommen, das auch als Display zum Beispiel für die Navigationsfunktion dient. Statt klassischer Instrumente setzt die Studie ausschließlich auf Head-Up-Display-Technik.

Sitzprobe im VW I.D. Buzz Cargo

Willkommen in der Handwerker-Zukunft: Waren die zivilen I.D.-Versionen teilweise auffällig futuristisch oder verspielt eingerichtet, setzt der BUZZ CARGO in Hannover ganz gezielt auf Nutzfahrzeug-Charme. Statt glänzender Oberflächen und Hightech-Materialen gibt's Hartplastik, abwaschbare Oberflächen und bei Bedarf auch einen dritten Sitzplatz. Dessen Rückenlehne wird bei Nichtgebrauch zur Kommandozentrale des I.D. Buzz Cargo und bietet auch dem zentralen Touchscreen Platz, mit dem sich sämtliche Fahrzeugsysteme steuern lassen. Selbst das einfachbare Lenkrad (der I.D. soll auch autonom fahren können) wirkt nicht ganz so glamourös, wie wir was von den anderen I.D. kennen. Mit einem klassischen Lenkrad an Bord ist das Cockpit dann auch auf einen Schlag schon ziemlich serientauglich. Diese neue Sachlichkeit tut der Studie gut. Das macht in der Tat alles schon sehr den Eindruck, dass Volkswagen nicht nur das Thema Nutzfahrzeuge ernst nimmt, sondern auch die gesamte Elektromobilität. Was bleibt ist dennoch ein gewaltiges Terminproblem: Vier Jahre wird es noch mindestens dauern, bis wir die Serienversion des Buzz Cargo auf der Straße sehen werden. Das ist und bleibt viel zu spät.

Der I.D. Cargo Buzz soll wie seine elektrischen Geschwister der I.D.-Reihe nicht ersetzen, sondern ergänzen. Er kommt daher als zusätzlicher Transporter neben der regulären T6-Baureihe.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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